Steinmurmeln wurden schon im 17. Jahrhundert in Kugelmühlen hergestellt. In Handarbeit mußten Märbelklopfer zunächst mühevoll aus dem Stein entsprechend kleine Würfel zurechtklopfen. Diese wurden dann in die Rillen eines waagerecht gelagerten Mühlsteines gelegt, auf dem dann ein mit Wasserkraft angetriebener Scheibe aus hartem Holz rotierte, die die Würfel dann rund schliff.

Tonmurmeln wurden etwa seit 1870 sowohl in Deutschland als auch in Amerika in Massen produziert. Kleine Tonkügelchen werden in einem rotierendem Bottich, dem stetig etwas flüssiger Ton zugeführt wird, allmählich zu ihrer Zielgröße aufgebaut. Porzellanmurmeln (China) wurden ca. von 1850 bis 1910 hergestellt. Sie wurden bisweilen sehr kunstvoll bemalt.
Siehe: Stein-Murmeln, Ton-Murmeln, Bennington, Crockery, Achat und China.
Die Amerikaner als Sammler der alten deutschen handgefertigten Glasmurmeln (die ja schon vor 100 Jahren in Massen nach Amerika exportiert wurden) haben in ihrer Leidenschaft die verschiedenen vorkommenden Designs und Muster systematisch analysiert und kategorisiert. Sie haben dabei den verschiedenen Typen entsprechende Namen gegeben, denen auch in meiner Darstellung gefolgt wird.:
Siehe: Latticinio Core Swirls, Solid Core Swirls, Divided Core Swirls, Ribbon Core Swirls, Banded Swirls, Joseph's Coat Swirls, Peppermint Swirls, Clambroths, Indian Swirls, Lutz, Onionskins, Clouds, Micas, Sulfides und andere handgefertigte Murmeln

